Check In auf karibisch

DomRep - Eine andere Welt

Empfang im Dom Rep Hotel, ein Lächeln beim Check In

Von Gelassenheit und VIPs

An der Rezeption macht man das erste Mal Bekanntschaft mit einer "Drei-Klassen-Gesellschaft". Es gibt den normalen Bereich für alle Touristen, es gibt den normalen Bereich für alle "Repeater" - Wiederkehrer - und es gibt den VIP-Bereich für alle Timesharing-Kunden. Alle drei Klassen tragen unterschiedliche Armbändchen.

Mit Ruhe und Gemütlichkeit

Wenn es ruhig läuft und nicht zuviel Betrieb an der Rezeption herrscht, dann werden alle gleich behandelt. Die Mannschaft ist freundlich langsam, aber mit echtem Lächeln bemüht den Betrieb abzuarbeiten. Wird es voll oder kommen gar einheimische Touristen dazu, die immer über Ostern "Semana Santa" oder Weihnachten einfallen, wird es hektisch, bisweilen absurd und in jedem Fall geht der erste halbe Tag für's Einchecken drauf. Als deutscher Tourist fragt man sich unwillkürlich, warum ist das nicht besser durchstrukturiert?! Antwort: Genau das ist der "Dominican way of life". Ein kleiner Trick hilft hier: Erstmal in Ruhe umschauen, dann in der Halle die Bildertafel mit dem Hotelmanagement entdecken, den Namen des Managers merken und diesen ganz nebenbei als alten Freund beim Einchecken fallen lassen. Das hilft und nur das! Auf keinen Fall sollte man einen genervten oder verärgerten Eindruck machen, da zieht jeder Dominikaner sofort die Bedienungshandbremse.

Glaubensfrage Hotelsafe

Der Hotelsafe wird obligatorisch abgefragt und kostet normalerweise um die 20 USD die Woche. Ein Schlüssel mehr den man mit sich schleppen muss. Jeder mag seine eigene Philosophie dazu haben, ich habe nur beim ersten Mal einen Safe genommen, danach nie wieder. Erstens passen eh nicht alle Wertgegenstände rein und zweitens hatte ich gleich von Anfang an das Gefühl, dass hier nichts wegkommt und das hat sich auch so bewahrheitet über all die Jahre. Erst mal das richtige Zimmer zuweisen lassen, den Safe kann man dann immer noch nachmieten.

Wahl des richtigen Hotelzimmers: Freilaufender Pfau

Die Zimmerwahl

Wer keine Gebrechen hat, sollte ein Zimmer in der ersten oder zweiten Etage wählen und sich auf keinen Fall mit dem erstbesten zufrieden geben. So ausgebucht sind die Hotels leider oder Gott sei Dank nicht mehr. Warum die Zimmer in den oberen Etagen liegen sollten? Es gibt frei laufende Pfauen, die man sonst zu Besuch auf der Terrasse hat oder aber auch die ein oder andere Katze im Zimmer, wenn man vergisst die Terrassentür zu schließen. Laut Angaben der Hotelbewerter insbesondere der Hotelbewerterinnen soll es auch schon zu unverhohlenen Glotzattacken gekommen sein. Dies kann ich allerdings in keinem Fall bestätigen.

Einheimische Touristen

Die Einheimischen sind ein Völkchen für sich und vermitteln einen ganz besonderen Einblick in die landestypischen Sitten und Gebräuche: Sie zählen zur besser verdienenden Schicht der Dominikaner und das tragen sie besonders gegenüber den Bediensteten gerne zur Schau. Der Mann ist der Patron der Familie und leistet sich neben Frau und einer Handvoll Kinder auch eine eigene Chika, die gleich mit einquartiert wird, ob es Mamasita nun gefällt oder nicht. Gerne wird ganz selbstverständlich vorgedrängelt, lautstark debattiert und es werden regelrechte Fressorgien veranstaltet, bei dem der Kellner gar nicht schnell genug den Nachschub ranschaffen kann. Irgendwie muss man es ja der Welt zeigen, dass man "wer" ist.