Regeln für die Dom Rep Reise

Ordnung & Regeln

Von Alkohol, Tabak und Politur

Spirituosen - nichts für Ballermänner

Seit vielen Jahren wird in den Hotels in der Dominikanischen Republik kaum mehr harter Alkohol ausgeschenkt, sondern etwas, das man vorsichtig als Aroma-Drink bezeichnen könnte. Dies bedeutet, dass alle Sorten Rum, Gin, Wodka etc. so gut wie keine Volumenprozente Alkohol aufweisen. Auch in den Kneipen, Clubs und Bars außerhalb der Hotelanlagen wird oftmals auf diesen Alkoholersatz zurückgegriffen.

Wer mehr möchte, dem sei das heimische Bier empfohlen. Für einen ausgewachsenen Schwips muss man jedoch auch hiervon schon ein paar Gläschen mehr konsumieren, weil auch viel wieder ausgeschwitzt wird. Das Nette am Bier ist, es schmeckt sehr gut und der Durchschnitts-Tourist wird davon müde und geht ins Bett. Keine ausschweifenden Gelage nachts in der Hotelanlage oder Orgien im Pool, wie so manche Kritiker behaupten.

Wer also auf echte Spirituosen Wert legt, sollte vorher gezielt darauf achten. Für den gepflegten Cognac auf dem eigenen Balkon als Ausklang für einen wundervollen Tag, empfiehlt sich ein Shopping-Ausflug ins nächste Einkaufszentrum. Vielleicht greifen Sie ja auch einmal ganz stilecht zum Brugal, dem dominikanischen Rum, der korrekter Weise pur und ohne Eis bei Zimmertemperatur genossen wird.

Jugendschutz made in Dom Rep

Alkohol, gleich welcher Art, darf in der Dominikanischen Republik erst ab 18 Jahren ausgeschenkt oder verkauft werden - völlig unabhängig von der Anwesenheit eines Erziehungsberechtigten oder von den gültigen Regeln im Heimatland.

Rauchen

Rauchen ist mittlerweile überall dort verboten, wo es nicht ausdrücklich erlaubt ist. Selbst in einer Strandbar nach drei Seiten offen, ist das Rauchen heute untersagt. Generell überall dort, wo Speisen und Getränke ausgeschenkt werden. In öffentlichen Gebäuden und Flughäfen sowieso. Dennoch werden auch immer wieder Ausnahmen zugelassen, entweder weil man freundlich fragt oder nur bestimmt auftritt.

Freundliche Helfer

Politur ist in der Dominikanischen Republik nichts zum Putzen, sondern die Tourismus-Polizei, die eine eigene Uniform trägt und dem Touristen ein Gefühl der Sicherheit vermitteln soll. In den letzten zwei Jahren wurden etwa 1.500 neue Stellen dafür geschaffen und überall sieht man sie an jeder Ecke rumstehen oder mit kleinen Mopeds rumfahren. Erkennungszeichen sind hellblaues Hemd, dunkelblaue Hose und Basecap mit dem Schriftzug "Politur". Nicht zu verwechseln mit den grau und khakifarbenen Uniformen der richtigen Polizei oder der Armee.

Kleiderordnung

Fühlen Sie sich wie zuhause! Je nach Anlass, Lokalität und Uhrzeit wählen Sie zwischen elegant und leger, ganz wie Sie es gewohnt sind. Im Bereich von Hotels, Restaurants und Bars geht es üblicherweise recht locker zu und leichte Garderobe wie T-Shirt, Shorts, Strandrock usw. ist völlig ausreichend. Inhouse wird sich üblicherweise etwas leichtes über die Badekleidung geworfen, bevor man zu Tisch geht. An den Strandbars ist nahezu alles erlaubt. Sicher, der Dominikaner kleidet sich gern ausgesprochen modisch und extravagant, aber selbst das ist ja bei uns nicht anders.

In zwei Punkten sind die Dominikaner jedoch konventioneller: Für den Besuch von Kirchen, Monumenten, Museen u.s.w. ist korrekte Kleidung erforderlich. Verzichten Sie hier besser auf kurze Hosen oder all zu knappe Röcke, wenn Sie sicher gehen möchten, dass Ihnen Einlass gewährt wird.

Der zweite Punkt betrifft das Thema FKK: Die Dominikaner halten so wenig davon, dass sie es gar unter Strafe gestellt haben. Innerhalb der Hotelanlagen - Pool & Hotelstrand - wird normalerweise "oben ohne" problemlos geduldet, außerhalb ist nicht nur das tabu, sondern es sollte vorsorglich auch auf bloße Badekleidung verzichtet werden. Greifen Sie lieber auf leichte Shorts und T-Shirt zurück.

Du oder Sie?

Halten Sie es, wie Sie es auch aus Deutschland kennen: Fremde werden gesiezt, Bekannte werden geduzt. Die Herren der Schöpfung heißen "Senor" oder "Don" und die Damen "Senora" oder "Dona".

Tipp

Betrachten Sie es als Sympathiebekundung, wenn Sie mit "Amigo" (Freund), "Carino" (Schatz) oder "mi Amor" (meine Liebe) angesprochen werden. Es entspringt einfach dem überschwenglichen, karibischen Temperament.